Erasmus+ Mobilität Im Rahmen meiner Erasmus+ Mobilität hatte ich die Möglichkeit, einen Arzt in Griechenland in seinem beruflichen Alltag zu begleiten und aktiv zu unterstützen
Im Rahmen meiner Erasmus+ Mobilität hatte ich die Möglichkeit, einen Arzt in Griechenland in seinem beruflichen Alltag zu begleiten und aktiv zu unterstützen. Vom ersten Tag an wurde ich in alle Bereiche seiner Arbeit einbezogen – von chirurgischen Eingriffen bis hin zu Hausbesuchen bei Patientinnen und Patienten.
Während der Operationen arbeitete ich als Assistenz und unterstützte den Arzt, indem ich Instrumente reichte und einzelne Arbeitsschritte unter seiner Aufsicht ausführte. Ich durfte aktiv an den Eingriffen teilnehmen, zum Beispiel Wunden versorgen, Kompressen zur Blutstillung halten sowie beim Nähen von Wunden helfen. Dabei lernte ich, wie man Wunden korrekt suturiert und Fäden entfernt. Zudem übernahm ich Aufgaben wie das Schneiden von Nähten während der Operation, die Sterilisation von Instrumenten und die Reinigung des Operationsraums sowie die Nachversorgung von Wunden.
Neben der praktischen Tätigkeit erklärte mir der Arzt jeden einzelnen Schritt ausführlich – von der Diagnose über die Ziele der Behandlung bis hin zu den medizinischen Entscheidungen. Dies motivierte mich, mich eigenständig vorzubereiten und mein medizinisches Wissen durch Recherche zu vertiefen. Zusätzlich konnte ich grundlegende diagnostische Fähigkeiten entwickeln, beispielsweise das Erkennen von Krebserkrankungen auf Röntgenbildern.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil meines Aufenthalts war das Kennenlernen des griechischen Gesundheitssystems. Ich erhielt Einblicke in die Organisation der medizinischen Versorgung sowie in das Zusammenspiel zwischen öffentlichem und privatem Gesundheitswesen. Besonders prägend war für mich die Art der Arzt-Patienten-Beziehung, die stark von Vertrauen, persönlicher Nähe und Empathie geprägt ist. Ich lernte, wie wichtig eine ruhige und klare Kommunikation ist, um Patientinnen und Patienten Sicherheit zu geben und Ängste zu reduzieren.
Darüber hinaus konnte ich meine sprachlichen Fähigkeiten in meiner Muttersprache erweitern, insbesondere im Bereich der medizinischen Fachsprache. Das Verstehen von Diagnosen, das Erklären von Behandlungen und die Reflexion von medizinischen Fällen halfen mir, präziser und professioneller zu kommunizieren.
Insgesamt hat mir diese Erfahrung gezeigt, dass der Arztberuf weit mehr ist als nur ein Beruf – er ist eine Lebensweise, die Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Einfühlungsvermögen erfordert. Die Erasmus+ Mobilität hat nicht nur meine fachlichen und praktischen Kompetenzen gestärkt, sondern auch meine interkulturellen Fähigkeiten und meine persönliche Entwicklung gefördert. Gleichzeitig hat sie meine Motivation, eine medizinische Laufbahn einzuschlagen, deutlich erhöht und meine zukünftigen Berufschancen verbessert.