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Eiszauber im 11er Chemiekurs

Chemie macht Spaß - da sind sich die 11er Chemieschüler von Herrn Joost einig. Sie sind nämlich am Donnerstag, den 18.06.15 so richtig auf den Geschmack gekommen, im wahrsten Sinne des Wortes; denn auf dem Plan stand „Eiskochen“. Der Kurs durfte mithilfe von -196 Grad kalten, flüssigen Stickstoff zwei verschiedene Eissorten herstellen und später sogar genüsslich verspeisen.
Im ersten Moment hört es sich ziemlich diffus an: Eis und Kochen?- Beide Begriffe wollen nicht richtig zueinander passen. In Wirklichkeit wird das Eis natürlich nicht gekocht, es sieht, wie man auf den Bildern unten sehen kann, lediglich so aus, weshalb es umgangssprachlich so genannt wird.

Tatsächlich beginnt der extrem kalte Stickstoff bei Berührung mit Gegenständen, die Zimmertemperatur haben, sofort zu sieden (umgangssprachlich kochen). Deshalb also Eiskochen.
Flüssiger Stickstoff ist faszinierend, aber auch gefährlich er kann unter Umständen Frostverbrennungen hervorrufen, daher mussten die Schüler, wie beim üblichen Experimenten Schutzbrillen, ein geschlossenen Schuhwerk und lange Beinbekleidung als Sicherheitsvorkehrung tragen.
Um mit dem neuen, noch unbekannten Stoff vertraut zu werden, machte Herr Joost zu nächst einmal kleine Vorexperimente, denn eine so außergewöhnliche Kälte ist unvorstellbar. Dabei ist beispielsweise ein aufgepusteter Luftballon nach kurzem Kontakt mit dem flüssigen Stickstoff in sich zusammen gefallen, da die Luft im inneren ebenfalls flüssig wird. Auch ein Tischtennisball konnte nach hineinhalten in den Stickstoff nicht mehr hüpfen. Bananen wurden steinhart, nur noch ein Zerschlagen war möglich, um die sonst weiche Banane klein zu bekommen.
Für das Eiskochen haben die Schülerinnen und Schüler nach Absprache die verschiedenen Materialien, sowie die „Chemikalien“ mitgebracht. Pürierte Früchte, Zucker, Milch und Joghurt bildeten dabei die wichtigen Zutaten. Es gab zwei Gruppen, die sich jeweils um eine andere Eissorte kümmerte (Waldfrucht und Mango). Nachdem alle „Chemikalien“ vermischt wurden, konnte die Hauptzutat untergemischt werden. Diese war natürlich der flüssige Stickstoff, der den Früchtejoghurt nach und nach in Speiseeis verwandelte. Andauerndes Unterrühren von dem flüssigen Stickstoff machte die Masse von Joghurt, Früchten, Milch und Zucker zu einer leckeren Eiscreme, denn der Stickstoff kühlt die Masse extrem schnell herunter und verdampft dabei. Der Stickstoff wurde hierfür aus dem konventionellen Dewar (=Aufbewahrungsbehälter für den Stickstoff) in Thermoskannen gefüllt, um besser damit hantieren zu können.

Flüssiger Stickstoff fließt aus einem Dewargefäß

Beim Unterrühren des Stickstoffs war es wichtig nicht verunsichert zu werden, denn beim Zugeben entstand ein weißer, undurchsichtiger Nebel aus der Schüssel, der die Sicht versperrte. Trotzdem musste weitergerührt werden, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Insgesamt eine spannende, abwechslungsreiche Erfahrung für alle Chemieschüler der 11. Jahrgangsstufe.

Annika Okon

 

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Letzte Änderung: 24.08.2015